Partizipative Prozessdigitalisierung
Herausforderungen in der Praxis
In vielen Produktionsunternehmen basiert die Einstellung und Stabilisierung von Produktionsprozessen stark auf dem Erfahrungswissen einzelner Mitarbeitender. Dieses Wissen ist wertvoll, jedoch selten systematisch dokumentiert oder für Datenanalysen nutzbar. Gleichzeitig steigt der Druck, Prozesse für datengestützte Optimierungen oder KI-Anwendungen vorzubereiten. In der Praxis fehlen Betrieben dafür häufig klare Methoden, um Einflussgrößen zu identifizieren, vorhandene Datenquellen zu strukturieren oder Datenlücken sichtbar zu machen. Ohne ein gemeinsames Prozessverständnis und eine strukturierte Datenbasis bleiben viele Digitalisierungs- und KI-Initiativen daher hinter ihren Möglichkeiten zurück.
Auf einen Blick
Dauer: Kompaktseminar mit 4 Lerneinheiten je 45 Minuten
Format: Präsenzseminar, Onlineformat oder Inhouse-Workshop
Gruppengröße: ca. 4-8 Teilnehmende für intensiven Austausch
Ihre Vorteile auf einen Blick
Nach dem Seminar können Sie...
- Produktionsprozesse systematisch analysieren und zentrale Einflussgrößen auf Qualität und Prozessstabilität identifizieren,
- Erfahrungswissen von Mitarbeitenden strukturiert erfassen und für die Prozessanalyse nutzbar machen,
- relevante Prozessvariablen in Zielgrößen, Einstellgrößen und Störgrößen strukturieren und deren Bedeutung für Datenanalysen einordnen,
- vorhandene Datenquellen im Unternehmen bewerten und Datenlücken im Produktionsprozess gezielt identifizieren,
- ein Prozessdatenmodell und eine strukturierte Variablenliste erstellen, die als Grundlage für datenbasierte Prozessoptimierung dienen,
- ein Konzept für eine konsistente Prozessdatenbasis entwickeln, um Daten aus Produktion und Qualitätssicherung sowie Materialinformationen zusammenzuführen
Inhalte
Das Seminar führt in Methoden für ein strukturiertes Vorgehen in der Prozessdigitalisierung ein, um implizites Erfahrungswissen aus der Produktion systematisch in nutzbare Prozessdaten zu überführen. Ausgangspunkt sind Workshops, Tätigkeitsbeobachtungen und strukturierte Interviews mit Maschinenbedienenden, Qualitätsverantwortlichen und Prozessingenieurinnen und-ingenieuren, in denen reale Abläufe, Entscheidungen und Einflussfaktoren gemeinsam analysiert werden. Mithilfe von Prozessmodellen, Ursache-Wirkungs-Analysen und Prozessdatenmodellen werden relevante Einflussgrößen identifiziert und vorhandene Datenquellen erfasst. Auf dieser Grundlage entsteht eine strukturierte Variablenliste und ein Konzept zur Zusammenführung der Daten in einer konsistenten Prozessdatenbasis.
Methodik
Das Seminar vermittelt ein strukturiertes Vorgehen zur Analyse und Digitalisierung von Produktionsprozessen. In vier aufeinander aufbauenden Modulen werden Prozesswissen, Einflussgrößen und Datenquellen systematisch erfasst und zu einer nutzbaren Prozessdatenbasis zusammengeführt.
Für wen ist das Seminar geeignet?
Das Seminar richtet sich an an Mitarbeitende aus den Bereichen Produktion, QM, Prozessengineering, Digitalisierung und IT.